Pflanzen zu erkennen und zu wissen, wie sie heißen, wo sie zu finden sind und ob sie vielleicht selten oder gar gefährdet sind: das können Schulklassen im Naturschutzzentrums lernen. Material dafür ist während der Ausstellung „Wo die wilden Pflanzen leb(t)en“, die zu Ehren des Botanikers Dr. Clemens Maria Franz Freiherr von Bönninghausen präsentiert wurde, entstanden.
Inspiriert von historischen Herbarbelegen Bönninghausens aus dem Archiv des Naturkundemuseums Münster, wurde die traditionelle Technik der botanischen Konservierung weiterentwickelt: Nach sorgfältiger Bestimmung, Sammlung und Pressung wurden getrocknete Pflanzen in Epoxidharz eingebettet – ein Verfahren, das ihre filigrane Schönheit bewahrt und ihnen eine zeitlose Präsenz verleiht.
Pflanzenkunde leicht gemacht
Jedes einzelne runde, in Harz gegossene Pflanzenexponat ist in einem stabilen, hölzernen Rahmen eingebaut. So kann man die Pflanzen besser anfassen und genauestens unter die Lupe nehmen. Zu jeder „Original“‐Pflanze gibt es ein auf einem Kunststoffkreis gedrucktes Foto mit dem botanischen und deutschen Namen … und die Information, ob eine Gefährdung vorliegt.
Zahlreiche einzeln eingeharzte Pflanzen können so Fotografien zugeordnet werden – vergleichbar mit dem Lernen von Vokabeln. Um das neue Wissen zu testen, kann im Sommer im Garten des Naturschutzzentrums nach den jeweiligen Exemplaren gesucht werden.
… und etwas anspruchsvoller
Hier werden Pflanzen nach Gruppen geordnet. Auf den einzelnen Tafeln sind ausgewählte Pflanzengesellschaften, Pflanzenfamilien und Zeigerarten zu sehen. Auch hier sind die Pflanzenarten in Harz gegossen und holzgerahmt. Zu jeder Tafel gehört ein Schattenriss der Pflanzen, der auf eine Tafel gedruckt ist. Hier gibt es Infos zur Gesellschaftsbezeichnung, dem Namen und Gefährdungsstatus (wenn vorhanden) der dargestellten Pflanzenarten.

