Gemeinde Dülmen / Am Enteborn

Das wertvolle Herzstück des Naturschutzgebietes Am Enteborn (ca. 15,5 ha) befindet sich innerhalb von Kiefernforsten. Hierbei handelt es sich um eine nasse, bis zu 2 m in die Umgebung eingetiefte, große Senke mit drei Sickerquellen. Auf dem quellnassen Boden ist ein alter, zum Teil aus mehrstämmigen Erlen bestehender Bruchwald auf Anmoorgley ausgebildet.

 

  • Erhalt eines artenreichen Erlensumpfwaldes mit Quellbereichen
  • Erhalt und Optimierung einer struktur- und artenreichen Grünlandfläche mit Nass- und Magergrünland durch extensive Beweidung
  • Erhalt und Förderung von naturnahem Laubwald durch naturgemäße Waldbewirtschaftung, insbesondere durch Förderung von Alt- und Totholz sowie die Umwandlung von Nadelwald in bodenständigen, standorttypischen Laubwald.

Gefährdungen:

  • Einwanderung, Ausbreitung Neophyten (Impatiens glandulifera)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze

Maßnahmen:

  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • keine Entwaesserung
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Vegetationskontrolle

Informationsquelle: Fachinformationssystem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW

Lage: Gemeinde Dülmen, Kreis Coesfeld
Fläche: rund 15 Hektar
Schutzstatus: Naturschutzgebiet (NSG)
Schutz seit: 1984

Informationsquelle: Fachinformationssystem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW

Die dichte Krautschicht setzt sich vor allem aus Bitterem Schaumkraut (Cardamine amara), Aufrechtem Merk (Berula erecta), Wald-Simse (Scirpus sylvaticus), aber auch kleineren Torfmoospolstern zusammen. Zu der vielfältigen Krautvegetation gehören seltene Arten wie Sumpf-Veilchen (Viola palustris, RL 3/3) und Rispen-Segge (Carex paniculata, RL */3). Im höher gelegenen Umfeld des Quellbereiches stocken auf dem trockenen, sandigen Podsol-Boden Reste der urspünglich natürlichen Vegetation mit pfeifengrasreichem Birken-Eichenwald (Betulo-Quercetum).

Die an das Waldgebiet angrenzende Nassweide ist mit Vorkommen von Arten wie Flammendem Hahnenfuß (Ranunculus flammula), Spitzblütiger Binse (Juncus acutiflorus) oder Zweizeiliger Segge (Carex disticha) struktur- und artenreich. Sie wird nach Naturschutzauflagen extensiv mit Galloway-Rindern beweidet.