Südlich angrenzend an das NSG Plümer Feld befindet sich am Dortmund- Ems-Kanal der etwa 17 ha umfassende Gehölzkomplex Wald am Hüwel. Mit dem Naturschutzgebiet steht ein etwa 100- jähriges Buchenwaldgebiet mit Übergängen zum Eichen-Hainbuchenwald unter Schutz. Auf der Nordseite wird der Wald von einem artenreichen, typischen Waldsaum begrenzt. Der Wald ist unter anderem aufgrund seiner Bedeutung als Landlebensraum für die im Plümer Feld vorkommenden Amphibienarten von Bedeutung.
Bei dem NSG "Wald am Hüwel" handelt es sich um einen großflächig absterbenden Buchenbestand auf nährstoffarmen Sanden. Da die Bäume augenscheinlich zu jung sind um von der natürlichen Zerfallsphase des Buchenwaldes zu sprechen und zudem andere lokal beigemischten Baumarten wie Stieleiche, Esche und Hainbuche in der ersten und zweiten Baumschicht ebenfalls absterben. Möglicherweise handelt es sich um einen Anstieg des Grundwasserspiegels zumal sich der Bestand in unmittelbarer Nähe des Dortmund-Ems-Kanals befindet. Das Gebiet sollte weiterhin der Sukzession überlassen werden, da absterbende Buchenbestände von dieser Flächengöße im Naturraum Kernmünsterland praktisch nicht vorhanden sind.
Nur der westliche Rand des NSG ist von dem Absterben bisher nicht betroffen.
Informationsquelle: Fachinformationssystem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW
- Erhaltung eines Buchenaltholzbestandes
- Erhaltung bzw. Wiederherstellunmg und Entwicklung eines besonders arten- und
strukturreichen Waldsaumes - Erhaltung bzw. Wiederherstellung und Entwicklung des Sommerlebensraumes
einer stark gefährdeten Amphibienart (Laubfrosch)
Informationsquelle: Fachinformationssystem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NR
Lage: Gemeinde Lüdinghausen, Kreis Coesfeld
Fläche: rund 17,10 Hektar
Schutzstatus: Naturschutzgebiet (NSG)
Schutz seit: 1996
Informationsquelle: Fachinformationssystem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW
Unter den schon toten oder sterbenden Buchen hat sich ein undurchdringliches Dickicht aus Birken- und Traubenkirschenaufwuchs (Prunus serotina) gebildet. In der Krautschicht mischen sich Arten der Schlagluren mit den Arten der Buchenhochwälder nährstoffarmer Standorte wie Drahtschmiele, Pillensegge und Behaarter Hainsimse.
Am westlichen Rand des NSG stockt eine Buchenhochwald mit beigemischter Stieleiche und Hainbuche und Dominanter Brombeere in der Krautschicht. Am Nordrand stockt im Bereich eines aufgeweiteten Grabens ein Weidengebüsch; am Ostrand hat sich parallel zu befestigten Kanalweg ein Röhricht aus hochwüchsigen Arten ausgebildet. Insbesondere für die Artgemeinschaft des Totholzes stellt dieses Gebiet ein hervorragendes Refugialgebiet - auch im Kontext mit dem Verbund von naturnahen Buchenbeständen - dar. Zudem ist das Gebiet der Sommerlebensraum einer individuenstarken Laubfroschpopulation (nach Literaturangabe).
Informationsquelle: Fachinformationssystem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW