Direkt an der Grenze zum Kreis Steinfurt liegt das kleine Schutzgebiet Rockeler Wald (ca. 6,5 ha). Mit der Gebietsausweisung wurden zwei Bachoberläufe sowie ein Bestand aus überwiegend altem Sternmieren-Stieleichen-Hainbuchenwald (Stellario-Carpinetum) unter Naturschutz gestellt.
Die temporär Wasser führenden, mäandrierenden Bachläufen sind Zuflüsse zum südlich fließendn Rockeler Mühlenbach, einem Zufluss der Vechte. Die Bachläufe sind vielfach über 2 m tief in den Untergrund eingschnitten und weisen mit gut ausgebildeten Gleithängen, Prallhängen und Abbruchkanten einen naturnahen Fließgewässercharakter auf.
Im Vordergrund der Hauptentwicklungsziele muss der Erhalt und die Entwicklung eines großflächig zusammenhängenden Eichen-Hainbuchenwaldes mit intaktem Grundwasserhaushalt sowie kaum eutrophierter Krautschicht stehen.
Die Fläche ist vor allem im Zusammenhang mit den angrenzenden, identisch ausgeprägten Waldbereichen ein gefährdeter und höchst schützenswerter Lebensraum mit einer Ausbildung und Flächengröße, wie er landschaftstypisch ist, aber regional kaum noch vorgefunden werden kann. Er besitzt somit regionale Bedeutung. Hinzu kommt mit dem naturnahen Bachlauf ein ebenfalls regional seltener und auch geschützter Lebensraum.
Gefährdungen:
- Entnahme Altholz (FW)
- Eutrophierung
Maßnahmen:
- Erhaltung der Laubholzbestockung
- Erhöhung des Altholzanteils
- Totholz erhalten
- Vermeidung Eutrophierung
Informationsquelle: Fachinformationssystem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW
Lage: Gemeinde Rosendahl Kreis Coesfeld
Fläche: rund 6,5 Hektar
Schutzstatus: Naturschutzgebiet (NSG)
Schutz seit: 2003
Informationsquelle: Fachinformationssystem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW
Das Waldgebiet gibt als Bestandteil eines Eichen- Hainbuchen /Eichen-Buchenwaldkomplexes die Kernzelle dieser Biotoptypen mit ausgeprägter, floristisch vielfältiger Bodenvegetation wieder.
Daneben ist der Rockeler Wald ein bedeutender avifaunistischer Lebensraum, wie
z.B. für Waldohreule, Hohltaube und Schwarzspecht.